„Fremde · Nähe · Heimat“ erhältlich

Jetzt erhältlich: „Fremde · Nähe · Heimat“
Jetzt erhältlich: „Fremde · Nähe · Heimat“

Der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. beteiligte sich an dem Band „Fremde · Nähe · Heimat“ zur Erinnerung an die Napoleonischen Kriege und die Spuren, die sie kultur-übergreifend hinterlassen haben.

Das neue Buch steht in direktem Zusammenhang mit dem internationalen Symposium, welches wir im April 2013 in Borna durchführten. Es vereint die Vorträge und Erkenntnisse der teilnehmenden Akteure aus Deutschland, Polen, Litauen, der Ukraine und der Republik Tatarstan, und belegt wie lebendig das Gedenken an die Zeit zwischen 1806 und 1815 ist – so zeigt das Tatarengrab bei Kleinbeucha, dass der „Orient“ wesentlich näher ist als wir annehmen.

Ansichtsexemplare von „Fremde · Nähe · Heimat“ liegen im Büro des Heimatvereins des Bornaer Landes e. V. aus. Das Werk kostet 20,00 Euro und ist u. a. bei Die Buchhandlung Borna erhältlich

Wer war Jussuf? Für wen kämpfte er?

Tatarengrab bei Kleinbeucha – der neu gestaltete Gedenkstein
Tatarengrab bei Kleinbeucha – der neu gestaltete Gedenkstein

In den ersten Oktobertagen des Jahres 1813 erschien in Beucha eine Abteilung Soldaten „aus dem Osten“ – unter ihnen befand sich ein Mann namens Jussuf. Es ist überliefert, dass der Soldat erkrankte und in Beucha verstarb; anschließend wurde er auf einer Anhöhe bestattet. Noch zwei Jahrzehnte nach seinem Tod sollen Verwandte gekommen sein, um sein Grab zu pflegen. Danach haben sich die Beuchaer Bürger um die Ruhestätte gekümmert – ihre Arbeit hält bis heute an.

Das Grab unter den Lämmerbirken an den Fischerteichen bei Kleinbeucha erinnert daher an die Geschehnisse, welche sich an einem der Vorabende der „Völkerschlacht bei Leipzig“ zwischen Kitzscher und dem damaligen Lausigk abspielten. Die Herkunft des Mannes und die Umstände, die zu seinem Tod führten, blieben jedoch ungeklärt.

Zusammen mit dem ICATAT Magdeburg-Berlin versuchen wir vom Heimatverein des Bornaer Landes e. V. deshalb den Fragen nachzugehen: Wer war Jussuf? Für wen kämpfte er? – hierzu fanden bereits unterschiedliche Veranstaltungen statt, deren bisherigen Höhepunkt ein internationales Symposium in Borna bildete.