Katharina-Kurs (online) erleben

Einweihung des Kathrina-Kurses – Markt Neukieritzsch
Einweihung im Okt. 2015

Als Gemeinde am „Sächsischen Lutherweg“ hat Neukieritzsch eine besondere Beziehung zur Familie des Reformators Martin Luther. Ganz gleich wie man die Frage nach dem Geburtsort seiner Frau Katharina von Bora auch beantwortet, wird man doch davon ausgehen, dass sie sich hier zu Hause fühlte. Sonst hätte Luther das Vorwerk Zölsdorf nicht für sie erworben.

Im Gemeindegebiet Neukieritzsch finden sich über die Erinnerungsorte an Katharina hinaus, zahlreiche weitere authentische Zeugnisse der Reformation und ihrer Nachwirkungen. Am „Katharina-von-Bora-Kurs“ sind sie aufgereiht wie an einer Kette, geradewegs als Einladung, sie nacheinander zu besuchen!

Lange Zeit zeigte die Reformation nur ein männliches Antlitz. Im zurückliegenden Jahrhundert wurde jedoch zunehmend wahrgenommen, dass sie auch ein weibliches Gesicht hat. Die historische Gestalt der Katharina von Bora steht markant dafür, aber auch viele andere Frauen, die sich als Christinnen oder auch im Sinne christlicher Ideale für mehr Menschlichkeit einsetzten.

Dies alles ins Bewusstsein zu rücken ist Anliegen des „Katharina-von-Bora-Kurses“. Je mehr Menschen bereit sind, ihn einzuschlagen, umso besser. Da spielt es keine große Rolle, ob sie nun evangelische Christen sind, ob überhaupt Christen, überhaupt gläubige Menschen oder ob sie sich als Atheisten betrachten.


Weitere Informationen zum Projekt: katharina-von-bora-kurs.de

So war die Einweihung des Katharina-Kurses

Zum Reformationstag 2015 bekam Neukieritzsch eine neue Sehenswürdigkeit: den Katharina-von-Bora-Kurs. Die Gemeinde am Sächsischen Lutherweg, die als Heimat der Katharina von Bora gilt, konnte bislang lediglich damit punkten, dass sich auf seinem Markt ein ans Wirtschaftsgut Zöllsdorf der Familie Luther erinnerndes Denkmal befindet. Das wurde nun anders: In 5 Ortsteilen erläutern Informationstafeln bedeutsame Stätten der Reformationsgeschichte.

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Ein Kinderbuch über eine wahre Rittergeschichte

Das erste eigene Kinderbuch der Lobstädter Grundschule
Das erste eigene Kinderbuch der Lobstädter Grundschule

Das neue Buch erzählt aus dem Leben des Erasmus von Könneritz, der 1555 als sächsischer Diplomat am Zustandekommen des Augsburger Religionsfriedens beteiligt war. Die Bilder dieser Rittergeschichte entstanden im Kunstunterricht der Grundschule Lobstädt. Gezeichnet wurden sie im Frühling 2015 von den Schülerinnen und Schülern der 3. Klasse. Aufgeschrieben wurde die Geschichte von Petra Zapfe, Kunstlehrerin an der Lobstädter Grundschule. Sie nutzte dafür die Forschungen von Julius Traugott von Könneritz über seine Familiengeschichte, veröffentlicht in den Bänden 4, 5 und 6 des „Archivs für sächsische Geschichte“. Das gilt besonders für den Aufsatz zu Erasmus von Könneritz, Bd. 6 — Leipzig 1868, S. 225–293.

Die Herausgabe erfolgte im Rahmen des Projektes „Katharina-von-Bora-Kurs“. Dessen Projektträger der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. ist. Es wurde vom Kulturraum Leipziger Raum und von der Stiftung „Lebendige Gemeinde Neukieritzsch“ gefördert.