Führung zum Industriekulturtag

Der Verein führt entlang der Stelen und Tafeln des „Industriekultur-Erlebnispfades“ durch den Wirtschaftsstandort Böhlen-Lippendorf. Die Besucher fahren mit einem Oldtimer-Bus von Station zu Station. Den Anlass bilden die diesjährigen „Tage der Industriekultur“ in und um Leipzig. Sie werden ehrenamtlich vom Verein für Industriekultur Leipzig e. V. organisiert. Der Heimatverein des Bornaer Landes nimmt zum zweiten Mal daran teil.


Wann? 11.8.2017, 17 Uhr · Wo? Werkstraße 46, ehem. „Ladenstraße“
Web: Führung durch das Industriegebiet Böhlen-Lippendorf …

Hermann Eugen Müller in der Wikipedia

Stele an der „Ladenstraße“, Werkstraße Böhlen
Stele an der „Ladenstraße“, Werkstraße Böhlen

Ein aktueller Wikipedia-Eintrag ist Hermann Eugen Müller gewidmet. Als zum Beginn des 20. Jahrhunderts der bergmännische Tiefbau vom Profit versprechenden Tagebau mit seinen größeren Anlagen verdrängt wurde, zog er aus dem Niedergang der Schächte im Bornaer Land seine Schlussfolgerungen und setzte sie in die Tat um. Sein Weg führte ihn bis auf den Posten des Generaldirektors der AG Sächsische Werke. Hier war er besonders an der Standortentwicklung in Böhlen beteiligt.

Mitgliedern des Heimatvereins des Bornaer Landes ist Müller aus den „Heimatblättern“ und einem Themenabend mit Prof. Dr. Fritz Hönsch aus Leipzig bekannt. Sein Einfluss auf die Entstehung der Böhlener Werke wird außerdem auf einer unserer Stelen am „Industriekultur-Erlebnispfad“ dokumentiert.


Weblink: Hermann Eugen Müller in der Wikipedia

Einweihung des zweiten Industriepfad-Abschnittes

Am 16. März fand die Einweihung weiterer Stelen zur Industriegeschichte im Südraum Leipzig statt.

Am „Industriekultur-Erlebnispfad Böhlen-Lippendorf“ konnte ein neuer Abschnitt freigegeben werden. Bereits 2015 wurde eine Stele am Kraftwerk Lippendorf aufgestellt, die über die drei Kraftwerksgenerationen am Standort informiert. Eine dreiseitige Informationsstele wurde nun an den Tagesanlagen Peres errichtet. Eine weitere Stele steht auf dem ehemaligen Gelände des VEB „Otto Grotewohl“ Böhlen, in der Werkstraße, unmittelbar an der „Ladenstraße“.

Hans-Jürgen Ketzer und Helmut Henschel informierten die eingeladenen Gäste zum geschichtlichen Hintergrund. Die Stele in der Werkstraße dokumentiert das Leben von Hermann Eugen Müller, als einen der „Gründerväter“ des Industriegebietes Böhlen-Lippendorf.


Der Kulturraum Leipziger Raum unterstützte das Projekt. Eine weitere Förderung erfolgte über das Programm „25 Jahre Deutsche Einheit und Freistaat Sachsen“ der sächsischen Staatsregierung. In dessen Teilprojekt „Moderne Industriekultur erleben – auf dem Industriekultur-Erlebnispfad Böhlen-Lippendorf“ entstehen insgesamt fünf Stelen und Informationstafeln. Die Stele am Tagebaufeld Peres wurde gemeinsam mit der Mibrag umgesetzt.