Ausstellung in Witznitz

Witznitz-Ausstellung eröffnet
Witznitz-Ausstellung eröffnet

Im September 1911 wurde der Tagebau der Witznitzer Kohlenwerke auf dem Betriebsgelände der Braunkohlen- und Ziegelwerke Borna aufgeschlossen. Im darauf folgendem Frühjahr konnte mit dem Bau der Brikettfabrik und des Kraftwerks begonnen werden. Im ersten Halbjahr 1913 wurde in dem neuen Werk der Probebetrieb aufgenommen.

Der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. beteiligt sich an einem Ausstellungsprojekt, welches die Inbetriebnahme des Witznitzer Werkes zum Anlass nimmt, einen Blick hinter Bornas Bergbau­geschichte zu werfen.

Ziel des Projektes ist es, nicht nur die Ausstattung und Funktion der für unsere Region einst typischen Anlagen und Werke wieder sichtbar zu machen, sondern auch ihre Bedeutung für die Stadt Borna herauszustellen. Die Ausstellung mit dem Namen „Tage.Bau.Land.Schaff(t)en“ zeigt daher Modelle, Bilder und Tafeln vom Beginn der industriellen Braunkohlenverarbeitung im Bornaer Land, des Bergbaus in der DDR sowie aus der Wendezeit um 1990. Die Schau soll gleichzeitig den Auftakt für den Aufbau eines Bergbau­informations- und doku­mentationszentrums (BIDZ) für Borna bilden.

Internationales Symposium in Borna

   Die Teilnehmer vor dem Stadtkulturhaus Borna
Die Teilnehmer vor dem Stadtkulturhaus Borna

Zusammen mit dem ICATAT Magdeburg-Berlin und dem ZEOK Leipzig luden wir am 6. und 7. April 2013 zu einem Symposium ein, welches sich mit dem Tatarengrab bei Kleinbeucha beschäftigte. Im Stadtkulturhaus Borna diskutierten Gäste aus Tatarstan, der Ukraine, Russland, Litauen und Deutschland über die Herkunft des in Kleinbeucha ruhenden Mannes. Es wurde die These aufgestellt, dass der Jussuf genannte Soldat vom Baltikum stammen könnte. Weitere Schwerpunkte bildeten die islamische und tatarische Kultur, sowie die Trugschlüsse, denen wir in Westeuropa aufsitzen. Während der Konferenz wurde auch die Arbeit der Beuchaer Bürger, die seit 200 Jahren das Grab pflegen, gewürdigt. Ihr Wirken wird kultur- und länderübergreifend anerkannt.

Einen Tag später stand eine Ausfahrt zu verschiedenen Orten der „Völkerschlacht bei Leipzig“ auf dem Programm.

Ein Schülermedienworkshop hat dieses Ereignis mit vorbereitet, begleitet und dokumentiert. Das Ergebnis soll zukünftig Bürgern, Bildungseinrichtungen und Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Außerdem wird sich eine Sondernummer unserer „Heimatblätter – Beiträge aus dem Altenburger und Bornaer Land“ mit den Resultaten des Symposiums beschäftigen.