Katharina-Kurs (online) erleben

Einweihung des Kathrina-Kurses – Markt Neukieritzsch
Einweihung im Okt. 2015

Als Gemeinde am „Sächsischen Lutherweg“ hat Neukieritzsch eine besondere Beziehung zur Familie des Reformators Martin Luther. Ganz gleich wie man die Frage nach dem Geburtsort seiner Frau Katharina von Bora auch beantwortet, wird man doch davon ausgehen, dass sie sich hier zu Hause fühlte. Sonst hätte Luther das Vorwerk Zölsdorf nicht für sie erworben.

Im Gemeindegebiet Neukieritzsch finden sich über die Erinnerungsorte an Katharina hinaus, zahlreiche weitere authentische Zeugnisse der Reformation und ihrer Nachwirkungen. Am „Katharina-von-Bora-Kurs“ sind sie aufgereiht wie an einer Kette, geradewegs als Einladung, sie nacheinander zu besuchen!

Lange Zeit zeigte die Reformation nur ein männliches Antlitz. Im zurückliegenden Jahrhundert wurde jedoch zunehmend wahrgenommen, dass sie auch ein weibliches Gesicht hat. Die historische Gestalt der Katharina von Bora steht markant dafür, aber auch viele andere Frauen, die sich als Christinnen oder auch im Sinne christlicher Ideale für mehr Menschlichkeit einsetzten.

Dies alles ins Bewusstsein zu rücken ist Anliegen des „Katharina-von-Bora-Kurses“. Je mehr Menschen bereit sind, ihn einzuschlagen, umso besser. Da spielt es keine große Rolle, ob sie nun evangelische Christen sind, ob überhaupt Christen, überhaupt gläubige Menschen oder ob sie sich als Atheisten betrachten.


Weitere Informationen zum Projekt: katharina-von-bora-kurs.de

Hermann Eugen Müller in der Wikipedia

Stele an der „Ladenstraße“, Werkstraße Böhlen
Stele an der „Ladenstraße“, Werkstraße Böhlen

Ein aktueller Wikipedia-Eintrag ist Hermann Eugen Müller gewidmet. Als zum Beginn des 20. Jahrhunderts der bergmännische Tiefbau vom Profit versprechenden Tagebau mit seinen größeren Anlagen verdrängt wurde, zog er aus dem Niedergang der Schächte im Bornaer Land seine Schlussfolgerungen und setzte sie in die Tat um. Sein Weg führte ihn bis auf den Posten des Generaldirektors der AG Sächsische Werke. Hier war er besonders an der Standortentwicklung in Böhlen beteiligt.

Mitgliedern des Heimatvereins des Bornaer Landes ist Müller aus den „Heimatblättern“ und einem Themenabend mit Prof. Dr. Fritz Hönsch aus Leipzig bekannt. Sein Einfluss auf die Entstehung der Böhlener Werke wird außerdem auf einer unserer Stelen am „Industriekultur-Erlebnispfad“ dokumentiert.


Weblink: Hermann Eugen Müller in der Wikipedia

Der Jahrhundertfeier-Gedenkstein 1813–1913

Im 1924 erschienenen Wanderbuch „Rund um Leipzig“ hieß es: „Vom Bahnhof Lobstädt gehen wir zunächst in südlicher Richtung bis zur Kirche, wenden uns hier nach links und gehen nun auf der Staatsstraße bis zum Gemeindeamt, wo sich die Wege nach Borna und nach Altenburg gabeln. Hier erinnert uns die Aufschrift auf einem mächtigen Block aus Braunkohlen-Quarzit an Deutschlands Freiheitskampf im Jahre 1813.“

Noch heute steht der Steinblock, allerdings für viele Jahre von zwei Telefon-Schaltkästen verdeckt.

Das Denkmal erinnert weniger an die ruhmreichen Tage der Völkerschlacht als an die Stunden nach der „Schlacht bei Großgörschen“, als Lobstädt Anfang Mai 1813 direkt in die Kampfhandlungen einbezogen wurde. Nur durch großes Glück entging der Ort damals dem Beschuss durch französische Kanonen. Diese hatte man an der Salzstraße, südlich der heutigen B 176, oberhalb der Pleiße bereits in Stellung gebracht. Sie sollten die Flucht der verbündeten russischen, preußischen und österreichischen Truppen aufhalten. Der Rückzug ging jedoch schneller als vermutet vonstatten. Nur wenige Kanonenkugeln wurden auf Lobstädt abgefeuert. Dann setzten die Franzosen ihre Verfolgung fort.

Am 4. Mai 1863 gedachten die Lobstädter mit einem Gottesdienst und einem feierlichen Umzug der Rettung ihres Ortes. 1913 wurde der Gedenkstein gesetzt.

Aus dem Südraumarchiv des Heimatvereins des Bornaer Landes e. V.


Aktuell in der Vereinsarbeit

Im Jahr 2013 wurde pünktlich zur 200. Wiederkehr der „Völkerschlacht bei Leipzig“ der Schriftzug erneuert. Bereits damals sollte der Gedenkstein einen attraktiveren Aufstellort finden. Nun konnte er umgesetzt werden. Er fand einen neuen Platz paar Meter weiter in Richtung Ortsmitte. Daneben informiert eine Tafel über die Hintergründe.

Das Projekt wurde gemeinsam mit der Gemeinde Neukieritzsch und der Stiftung „Lebendige Gemeinde Neukieritzsch“ umgesetzt.