Pandemien historisch

Virus-Symbol

Die momentane Bedrohung ist rund und macht optisch etwas her. Es ist das Coronavirus. Seine Visualisierung blüht auf allen Bildschirmen – wie sonst die schönsten Frühlingsboten, welche wir zurzeit nur vom Fenster aus sehen können. Es ist das Symbol einer Grenzerfahrung.

Doch wie wirkten sich frühere Seuchen auf das historische Gedächtnis unserer Region aus? Welche Einschränkungen traf man bereits damals? Darüber möchte das Projekt „Pandemien historisch“ Überblick geben.

Der aktuellen Infektionslage geschuldet, ist das Vorhaben aus der Distanz heraus entstanden – sozusagen kontaktlos.


Weblink: http://pandemien-historisch.hvbola.de

Katharina-Kurs (online) erleben

Einweihung des Kathrina-Kurses – Markt Neukieritzsch
Einweihung im Okt. 2015


Als Gemeinde am „Sächsischen Lutherweg“ hat Neukieritzsch eine besondere Beziehung zur Familie des Reformators Martin Luther. Ganz gleich wie man die Frage nach dem Geburtsort seiner Frau Katharina von Bora auch beantwortet, wird man doch davon ausgehen, dass sie sich hier zu Hause fühlte. Sonst hätte Luther das Vorwerk Zölsdorf nicht für sie erworben.

Im Gemeindegebiet Neukieritzsch finden sich über die Erinnerungsorte an Katharina hinaus, zahlreiche weitere authentische Zeugnisse der Reformation und ihrer Nachwirkungen. Am „Katharina-von-Bora-Kurs“ sind sie aufgereiht wie an einer Kette, geradewegs als Einladung, sie nacheinander zu besuchen!

Lange Zeit zeigte die Reformation nur ein männliches Antlitz. Im zurückliegenden Jahrhundert wurde jedoch zunehmend wahrgenommen, dass sie auch ein weibliches Gesicht hat. Die historische Gestalt der Katharina von Bora steht markant dafür, aber auch viele andere Frauen, die sich als Christinnen oder auch im Sinne christlicher Ideale für mehr Menschlichkeit einsetzten.

Dies alles ins Bewusstsein zu rücken ist Anliegen des „Katharina-von-Bora-Kurses“. Je mehr Menschen bereit sind, ihn einzuschlagen, umso besser. Da spielt es keine große Rolle, ob sie nun evangelische Christen sind, ob überhaupt Christen, überhaupt gläubige Menschen oder ob sie sich als Atheisten betrachten.


Weitere Informationen zum Projekt: katharina-von-bora-kurs.de

Hermann Eugen Müller in der Wikipedia

Stele an der „Ladenstraße“, Werkstraße Böhlen
Stele an der „Ladenstraße“, Werkstraße Böhlen


Ein aktueller Wikipedia-Eintrag ist Hermann Eugen Müller gewidmet. Als zum Beginn des 20. Jahrhunderts der bergmännische Tiefbau vom Profit versprechenden Tagebau mit seinen größeren Anlagen verdrängt wurde, zog er aus dem Niedergang der Schächte im Bornaer Land seine Schlussfolgerungen und setzte sie in die Tat um. Sein Weg führte ihn bis auf den Posten des Generaldirektors der AG Sächsische Werke. Hier war er besonders an der Standortentwicklung in Böhlen beteiligt.

Mitgliedern des Heimatvereins des Bornaer Landes ist Müller aus den „Heimatblättern“ und einem Themenabend mit Prof. Dr. Fritz Hönsch aus Leipzig bekannt. Sein Einfluss auf die Entstehung der Böhlener Werke wird außerdem auf einer unserer Stelen am „Industriekultur-Erlebnispfad“ dokumentiert.


Weblink: Hermann Eugen Müller in der Wikipedia