Katharina-Kurs (online) erleben

Einweihung des Kathrina-Kurses – Markt Neukieritzsch
Einweihung im Okt. 2015

Als Gemeinde am „Sächsischen Lutherweg“ hat Neukieritzsch eine besondere Beziehung zur Familie des Reformators Martin Luther. Ganz gleich wie man die Frage nach dem Geburtsort seiner Frau Katharina von Bora auch beantwortet, wird man doch davon ausgehen, dass sie sich hier zu Hause fühlte. Sonst hätte Luther das Vorwerk Zölsdorf nicht für sie erworben.

Im Gemeindegebiet Neukieritzsch finden sich über die Erinnerungsorte an Katharina hinaus, zahlreiche weitere authentische Zeugnisse der Reformation und ihrer Nachwirkungen. Am „Katharina-von-Bora-Kurs“ sind sie aufgereiht wie an einer Kette, geradewegs als Einladung, sie nacheinander zu besuchen!

Lange Zeit zeigte die Reformation nur ein männliches Antlitz. Im zurückliegenden Jahrhundert wurde jedoch zunehmend wahrgenommen, dass sie auch ein weibliches Gesicht hat. Die historische Gestalt der Katharina von Bora steht markant dafür, aber auch viele andere Frauen, die sich als Christinnen oder auch im Sinne christlicher Ideale für mehr Menschlichkeit einsetzten.

Dies alles ins Bewusstsein zu rücken ist Anliegen des „Katharina-von-Bora-Kurses“. Je mehr Menschen bereit sind, ihn einzuschlagen, umso besser. Da spielt es keine große Rolle, ob sie nun evangelische Christen sind, ob überhaupt Christen, überhaupt gläubige Menschen oder ob sie sich als Atheisten betrachten.


Weitere Informationen zum Projekt: katharina-von-bora-kurs.de

Themenabend im November 2017

Themenabend im November 2017

Werner Winkler wird zum Thema „Aus der Geschichte des Braunkohlenveredelungswerkes Espenhain: Die Rolle von Bildung, Kultur und Sport“ sprechen.


Nahezu 80 Jahre lang war Espenhain ein Standort für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Kultur und Sport prägten den Ort. Dafür stand einst das Kulturhaus Clara Zetkin. Die BSG Aktivist Espenhain schrieb Sportgeschichte weit über die Region hinaus. Mit dem Aus des Werkes ging auch dies zu Ende.

Werner Winkler hat zu all dem recherchiert. Er hat Spannendes und Interessantes darüber zu berichten, so etwa dazu, wie Ende 1945 unter sowjetischer Führung die Ankurbelung der Produktion erfolgte, bereits zwei Jahre später die Belegschaft des Werkes wieder den früheren Produktionsstand erreichte und wie damit Bemühungen zu Verbesserungen der Lebensbedingungen der Beschäftigten und Einwohner einhergingen.

Er wird einen Blick auf die Blütezeit von Werk und Gemeinde bis Ende der Sechziger Jahre werfen, um schließlich auf die Folgen der Werksschließung einzugehen.


Wann? 23.11.2017, 19 Uhr · Wo? Bürgerhaus „Goldener Stern“ in Borna

Hermann Eugen Müller in der Wikipedia

Stele an der „Ladenstraße“, Werkstraße Böhlen
Stele an der „Ladenstraße“, Werkstraße Böhlen

Ein aktueller Wikipedia-Eintrag ist Hermann Eugen Müller gewidmet. Als zum Beginn des 20. Jahrhunderts der bergmännische Tiefbau vom Profit versprechenden Tagebau mit seinen größeren Anlagen verdrängt wurde, zog er aus dem Niedergang der Schächte im Bornaer Land seine Schlussfolgerungen und setzte sie in die Tat um. Sein Weg führte ihn bis auf den Posten des Generaldirektors der AG Sächsische Werke. Hier war er besonders an der Standortentwicklung in Böhlen beteiligt.

Mitgliedern des Heimatvereins des Bornaer Landes ist Müller aus den „Heimatblättern“ und einem Themenabend mit Prof. Dr. Fritz Hönsch aus Leipzig bekannt. Sein Einfluss auf die Entstehung der Böhlener Werke wird außerdem auf einer unserer Stelen am „Industriekultur-Erlebnispfad“ dokumentiert.


Weblink: Hermann Eugen Müller in der Wikipedia