Auftakt für eine neue Veranstaltungsreihe

Orte voller Geheimnisse und Geschichten aufzusuchen ist Ziel einer neuen Veranstaltungsreihe, die der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. ins Leben rufen möchte, pandemie-bedingt zunächst ausschließlich unter freiem Himmel. Den Auftakt bildet am Donnerstag, dem 1. Juli 2021, ein geführter Rundgang durch Lobstädt. Treffpunkt ist 19:00 Uhr am dortigen S-Bahnhof.

Ein nahezu zur Ruine verkommenes Schloss, in dem einmal bedeutende Adelsfamilien lebten, von denen wichtige Impulse für die sächsische Geschichte ausgingen, gilt es ebenso zu entdecken wie eine Gasse, in der bei Vollmond ein Kalb mit zwei Köpfen umgehen soll. Die Spur einer gleichermaßen spektakulär wie mysteriös anmutenden Massenvergiftung führt zur Kirche des Ortes. Dass es heute noch einen als Markt bezeichneten Platz und einen Neumarkt gibt, geht auf den Kampf der Lobstädter für die Anerkennung als Stadt zurück. 1832, als die sächsische Städteordnung eingeführt wurde, hatte man Lobstädt übergangen. Die Empörung der Einheimischen kannte keine Grenzen. Jahrzehntelang rebellierten sie dagegen.


Geplant sind darüber hinaus schon weitere Termine: Am Montag, dem 19. Juli, um 18:00 Uhr, soll der erste gemeinsam mit dem Museum der Stadt Borna und dem Geschichtsverein Borna e. V. organisierte Vortragsabend stattfinden. Werner Winkler wird über das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und deren in Lagern der hiesigen Region geborenen Kindern sprechen. Für Mittwoch, 25. August, 18:00 Uhr, hat bereits Dr. Thomas Westphalen vom Landesamt für Archäologie zugesagt, der die Pläne für ein archäologisches Dorf in unserer Region vorstellen wird.

Aktuelle/Letzte Ausstellung im Volkskundemuseum Wyhra

Symbol-Bild

Unter dem Titel „Illuminationen in Gold und Farbe“ werden Arbeiten von Uwe Wodzinski zu sehen sein. Das Volkskundemuseum hat dem Bornaer Künstler im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte wiederholt Gelegenheit gegeben, sein Schaffen zu präsentieren. Im Spannungsfeld von freier Kunst und Auftragsarbeiten erweist sich Wodzinski als ausgesprochen experimentierfreudig. Dies beweisen auch die diesmal ausgestellten Bilder. So zählt zu ihnen eine Serie scheinbar nonfiguraler Arbeiten, in denen die dreidimensionale Wahrnehmbarkeit von Farbflächen erkundet wird. Eine andere Bilderfolge greift mittelalterliche Motive auf, die unter anderem den Miniaturen der Buchmalerei entnommen wurden, um sie in großen Formaten zu adaptieren.

Bei der Besichtigung der Arbeiten in der Galerie muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zur baubedingten Schließung des Volkskundemuseums Wyhra. Nach der Umgestaltung des derzeitigen Museums zum Geschichtenhof Wyhra, die im September beginnt, wird es die Kleine Galerie im Kuhstall nicht mehr geben.


Wann? 16.7.–31.8.2020 · Wo? Volkskundemuseum Wyhra