Rundgang am Standort Böhlen-Lippendorf

Am Freitag, dem 10.09.2021, um 17:00 Uhr, lädt der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. im Rahmen der 9. Tage der Industriekultur Leipzig zu einem geführten Rundgang auf dem „Industriekulturerlebnispfad Böhlen-Lippendorf“ ein.

Anlass ist der Aufschluss des Braunkohlentagebaues Böhlen vor 100 Jahren. Damit begann die Geschichte des bis heute bestehenden Industriestandorts Böhlen-Lippendorf, des flächenmäßig größten in Sachsen. Auf Stationen des vom Heimatverein ins Leben gerufenen Industriekulturerlebnispfads werden die Phasen des Wandels von der Kohleverarbeitung über die Kohleveredelung hin zu einem Branchenmix mit Energieerzeugung, Chemie, Metallurgie, großen, mittleren und Kleinunternehmen nachvollzogen.

Der Treffpunkt für den geführten Rundgang befindet sich vor der Firma SevenSeaSounds, Werkstraße 46, 04575 Neukieritzsch, inmitten des Industriegebiets.


Weitere Informationen: Tage der Industriekultur Leipzig 9.–12. September 2021

Auftakt für eine neue Veranstaltungsreihe

Orte voller Geheimnisse und Geschichten aufzusuchen ist Ziel einer neuen Veranstaltungsreihe, die der Heimatverein des Bornaer Landes e. V. ins Leben rufen möchte, pandemie-bedingt zunächst ausschließlich unter freiem Himmel. Den Auftakt bildet am Donnerstag, dem 1. Juli 2021, ein geführter Rundgang durch Lobstädt. Treffpunkt ist 19:00 Uhr am dortigen S-Bahnhof.

Ein nahezu zur Ruine verkommenes Schloss, in dem einmal bedeutende Adelsfamilien lebten, von denen wichtige Impulse für die sächsische Geschichte ausgingen, gilt es ebenso zu entdecken wie eine Gasse, in der bei Vollmond ein Kalb mit zwei Köpfen umgehen soll. Die Spur einer gleichermaßen spektakulär wie mysteriös anmutenden Massenvergiftung führt zur Kirche des Ortes. Dass es heute noch einen als Markt bezeichneten Platz und einen Neumarkt gibt, geht auf den Kampf der Lobstädter für die Anerkennung als Stadt zurück. 1832, als die sächsische Städteordnung eingeführt wurde, hatte man Lobstädt übergangen. Die Empörung der Einheimischen kannte keine Grenzen. Jahrzehntelang rebellierten sie dagegen.


Geplant sind darüber hinaus schon weitere Termine: Am Montag, dem 19. Juli, um 18:00 Uhr, soll der erste gemeinsam mit dem Museum der Stadt Borna und dem Geschichtsverein Borna e. V. organisierte Vortragsabend stattfinden. Werner Winkler wird über das Schicksal von Zwangsarbeiterinnen und deren in Lagern der hiesigen Region geborenen Kindern sprechen. Für Mittwoch, 25. August, 18:00 Uhr, hat bereits Dr. Thomas Westphalen vom Landesamt für Archäologie zugesagt, der die Pläne für ein archäologisches Dorf in unserer Region vorstellen wird.